Historische Voruntersuchung

Inventarisierung

Bei Hinweisen auf mögliche vorhandene Kampfmittel führen wir zunächst eine (historische) Voruntersuchung durch. Durch die Untersuchung verschiedener Quellen entsteht ein Bild von dem, was sich in dem Gebiet abgespielt hat.

Zur Inventarisierung werden diverse nationale und internationale Archive zu Rate gezogen. Dabei werden die Untersuchungsergebnisse beurteilt sowie die gefundenen Anzeigen und Gegenanzeigen analysiert.

Analyse

Die Bestandsaufnahme zeigt, ob das Vorhandensein von Kampfmitteln in der Tat wahrscheinlich ist. Während der Analyse wird beurteilt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Kampfmittel tatsächlich angetroffen werden und um welche Kampfmittel es sich handelt.Alle gesammelten Informationen werden in einer Kampfmittelbelastungskarte für die entsprechenden Böden zusammengefasst. Eine solche Karte enthält alle Kampfhandlungen, die in dem Untersuchungsgebiet einst stattgefunden haben. Auf der Grundlage dieser Karte werden die verdächtigen Gebiete festgelegt und sowohl horizontal als auch vertikal eingezäunt.

Projektbezogene Risikoanalyse (PRA)

Armaex führt in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten eine projektbezogene Risikoanalyse (PRA) durch. Wenn die Voruntersuchung ergibt, dass in einem Projektgebiet Kampfmittel vorkommen können, bedeutet das noch nicht automatisch, dass diese auch aufgefunden werden müssen. Die Notwendigkeit des Auffindens wird durch die Ausführung einer projektbezogenen Risikoanalyse (PRA) bestimmt. In der PRA zeigt Armaex in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten die Risiken auf, die bei Ausführung der geplanten bautechnischen Arbeiten auftreten können, und zwar vom ersten Spatenstich bis hin zur Übergabe. Aus der Voruntersuchung und den verrichteten Arbeiten ergeben sich eine Arbeits- und Aufspürungsmethode, die die Risiken ausschließt und weitmöglichst begrenzt.

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